…war es lustig. Und natuerlich auch interessant und informativ. Jaja. Aber auch witzig. Mit einem Minibus wurden wir tief in die Berge von Chiapas geflogen (gefahren waere schlichtweg untertrieben). Je weiter man sich von San Cristobal wegbewegt, desto deutlicher wird die Armut. Die Felder werden ohne Maschinen bearbeitet, die Haeuser sind meist Bretterverschlaege und die Bevoelkerung besteht zu 99 Prozent aus Indigenas. Hier oben regieren die Zapatisten. Nach unserer Ankunft in Oventic mussten wir vor dem Lager unsere Reisepaesse an eine vermummte Oma abgeben. Die tippelte damit langsam in eine kleine Huette und kam dann erstmal 10 Minuten nicht mehr heraus. Schliesslich wurde uns geoeffnet. Zuerst mussten wir in einer Art Einreisebehoerde 3 vermummten Maennern mit offensichtlich grossen orthographischen und lexischen Problemen (das ist auch kein Wunder, denn Spanisch ist nunmal eine Fremdsprache fuer die Zapatistas) Rede und Antwort stehen. Danach wurden wir in eine andere Huette geleitet. Und da kam ich mir dann ein wenig wie in einem Terroristenvideo vor. Aber seht selbst:

(Ich habe mich da noch rechts ins Bild reingedrueckt, damit mir da auch keiner kommt und sagt ich waere da nicht gewesen
) Die Zweite von links war die Chefin und die Einzige die mit uns gesprochen hat. Die ganz Rechte ist waehrend unserem Gespraech eingeschlafen. Der Typ rechts zwischen der Chefin und der Schlaeferin trug Adiletten. Die Junta stand uns dann Rede und Antwort zu all unseren Fragen bezueglich der Zapatistas. Leire stellte die meisten Fragen, denn mir kostete es schon genug Konzentration dem Gemurmel der Anfuehrerin hinter der Skimaske zu folgen. Wir blieben eine Nacht im Lager. Unsere Unterkunft war ein alter Schuppen mit Lehmboden auf dem wir aus Brettern und einer Plastikplane unser Bett zusammenbauten. Die Nacht war kein Zuckerschlecken, denn in den Bergen von Chiapas wirds abends gern mal zapfig (Lukas, zapfig bedeutet „kalt“ in deiner Sprache!). Am naechsten Tag in der Grundschule habe ich dann den Drittklaesslern noch kurz ne Lehrstunde beim Basketball verpasst (In your face, in your face!) und danach nahmen wir den naechsten Kamikazebus zurueck nach San Cristobal.
Schoen wars.
- Poser! Poser!
- Im Klassenzimmer
- Die Jungs vom Basketballplatz
- Zapatista-Merchandise
- Bienvenidos
Mehr gibts eigentlich nicht zu berichten. Es ist sehr schoen beim Roland und ich verstehe auch langsam warum ihm San Cristobal so gut gefaellt. Trotz allem Regen.
Bis bald

















