Er hatte wirklich eine Ueberraschung fuer mich, der Roland, als wir vor ein paar Tagen bei ihm im Garten aufschlugen und ich konnte meine Freudentraenen kaum verbergen
: 3 Flaschen eisgekuehltes Augustiner Hell! Wir teilten bruederlich und stellten mit Freude zwei Dinge fest:
1) Augustiner schmeckt wirklich besser als alle anderen Biere, die ich bislang probieren durfte (jetzt mal abgesehen von ein paar Schmankerln von Daheim, Eichhofener, evtl sogar das Gottsmansgruener vom Benny…)
2) Es macht definitiv schnell betrunken, insbesondere dann, wenn man ein wenig aus der Uebung ist. Was bedeutet, dass ich, sobald ich in Regensburg bin, mich vorsichtig wieder an mein Limit herantrinken muss
Ein weiteres Highlight war unser vorgestriger Ausflug zu einem Felsen, der sich ueber einen Fluss woelbt. Um dort hinzukommen haben wir uns das Auto von Rolands Mitbewohner gemietet und sind damit die Lehmpiste in das kleine Tal zum Felsen hinunter“gefahren“. Wer auf Rolandos Blog mitliest weiss, dass er dort schon einmal mit ein paar Freunden mit demselben Auto stecken geblieben ist weil der einsetzende Regen die Lehmpiste unbefahrbar gemacht hat. Selbiges passierte auch uns. Doch zuvor durften wir noch mitansehen, wie der Herr Zeitler beim Abstieg von der Hoehle (ein nicht ungefaehrliches Unterfangen uebrigens, Leire beispielsweise verzichtete dankend und blieb am Boden um auf uns zu warten) knapp 5 Meter einen Abhang im Regen hinunterfiel und gerade noch so nicht im Fluss landetete. Ergebnis: diverse Schuerfwunden und ein laediertes Knie. Ja, und dank dem Regen gings dann zu Fuss den Lehmhuegel hinauf, das Auto mussten wir zuruecklassen. Oben angekommen stoppten wir („wir“, das sind insgesamt 5, 2 Couchsurferinnen, Roland, Frau Lopez und ich) einen Pritschenwagen. Und als wir dann im Dunkeln im Regen, gut durchnaesst und frierend vom Fahrtwind auf der offenen Ladeflaeche dieses Autos standen, grinste uns der Roland ins Gesicht und sagte: „Welcome to Roland’s Couchsurfing-Adventure-Tours!“ Situationskomik vom Feinsten.
Mehr gibts nicht zu erzaehlen. Mexikanische Klospuelungen sind fuern Arsch, in San Cristobal pisst es jeden Tag und die Hoehenluft (2.200 Meter) tut uns gut soweit.
Bis denn.
PS: Fast haette ich es vergessen: Wir befinden uns hier ja im Land der Zapatistas, einer indigenen Guerillaorganisation in den Bergen von Chiapas (Bauernmiliz triffts wohl besser). Und da die zur Zeit Waffenstillstand haben ist es kein Problem, sich mal eines der Lager aus der Naehe anzuschauen. Deshalb fahren wir heute nachmittag zu den Zapatistas ins Lager und werden dort bis Mittwoch bleiben. Es lebe die Revolution! Das Abenteuer geht weiter