Archiv für die Kategorie ‘Arbeit’

Freiheit!

Donnerstag, 18. Dezember, 2008

So, gerade Arbeiten aufgehört. Hat gar nicht weh getan :) !

Heute Nacht mit dem Nachtzug nach Laos. Morgen gegen 8 an der Grenze. Zurück in Bangkok am 24.!

Got a pocket full o money, you by my side and two tickets to freedom! Hit it!

Hoffe euch gehts gut!

Servus!

Hoglstaedara zur Freiheit

Dienstag, 9. Dezember, 2008

Jap, lange dauerts nicht mehr. Dann gehts raus aus der Betonwüste. Geschuftet wird nur noch bis nächste Woche Donnerstag. Da morgen ein Feiertag ist, also gerade mal noch 6 Arbeitstage. Hah! Ein Klacks!

Was ist so passiert seit dem letzten Eintrag?

1. Kurztrip nach Kambodscha (4 Tage)

Grund: Angkor Wat anschauen

Zusammenfassung:

- circa 10 Stunden Busfahrt von Bangkok nach Zielort (Siem Reap), davon die letzen 8 über eine Sandbuckelpiste in einem nicht klimatisierten „Bus“ mit Sitzen, die jedem Zwerghasen Platzprobleme bereiten dürften. Aber lustig, weil vor mir durch Zufall ein 120 Kilo Argentinier sich die Bank mit einer 140 Kilo Deutschen teilen musste (Der Argentinier quoll rechts aus dem Fenster raus, während die Deutsche mit dem halben Körper im Gang saß, hahahaha). Außerdem: drei Franzosen (2 Frauen über 40 und ein Mann über 50), komplett besoffen. Mehrmals durfte ich den faltigen Riesenarsch der einen Französin bewundern, als wieder einmal angehalten werden musste, damit sie neben den Bus pinkeln (eigentlich eher pissen, oder schiffen, oder Elchblase entleeren) konnte.

- Angkor Wat: Ja, ist schön. Ich mag Sightseeing ja eigentlich nicht. Aber ich mag Indiana Jones. Dementsprechend bin ich da mal über meinen Schatten gesprungen und habe mir das Ding angeschaut. Und siehe da: Mit ein wenig Fantasie und Bier fühlte man sich wirklich wie in Indiana Jones 2 („Der Tempel des Todes“). Eine Internetrecherche NACH meinem Besuch ergab dann sogar, dass in Angkor Wat wirklich Teile von Indy 2 (und auch Tomb Raider btw) gedreht wurden, mein ständiges Pfeifen der Titelmelodie vor Ort also damit seine Berechtigung hatte. Nur spielt der Film eigentlich in Indien, aber egal. War wirklich beeindruckend.

2. Unterricht am Goethe-Institut (all the fucking time man…)

Grund: Reisekasse aufbessern

Zusammenfassung:

Da hat sich seit meinem letzten Bericht nicht wirklich was geändert. Die deutsche Sprache ändert sich ja auch nicht. Dementsprechend ändert sich mein Unterricht auch kaum. Ich ertappe mich allerdings mehr und mehr dabei, kleine subtile Witze in meine Erklärungen einzubauen, über die dann nur ich (innerlich) lachen kann. Makes my day most of the times… Manchmal entfleucht mir aber doch ein lautes Lachen, zum Beispiel neulich, als ich den Auftrag gab, ein Hamburger-Rezept aufzuschreiben und eine Schülerin b und d verwechselte: „Zuerst lege ich die Tomatenscheide und die Gurkenscheide auf das Brot.[...] Zum Schluß kommen die Zwiebelscheiden… hahahaha. Naja, Situationskomik.

3. Bangkok (ein Jahr bald)

Grund: Die Wege des Herrn…

Zusammenfassung:

…ööhh, ääääh, hmmm…

Bangkok ist wie ein hässlicher, stinkender Lebensabschnittspartner. Er/Sie tut alles für dich, weil er/sie weiß, dass er/sie hässlich ist und stinkt.

Liebe und Hass, Hass und Liebe. Ich werde die Stadt (nicht) vermissen. Keine Ahnung. Gelehrt hat mich die Zeit sicherlich vieles. Aber was, das muss ich wohl noch rausfinden. Unterhaltsam wars auf jeden Fall. Und sehr sehr heiß. Und stickig. Und staubig. Und versmoggt. Aber auch freundlich, und entgegenkommend und hilfsbereit und lustig und verrückt und interessant und echt abgedreht und krank und spaßig und langweilig und aufregend und was weiß ich… Emotionen gabs auf jeden Fall genug, sowohl positive als auch negative.

So, genug der Schwallerei.

Hab euch alle lieb. Fröhlicher Advent und so.

Hoffe euch gehts gut.

T

Hier noch ein Screenshot aus „Indiana Jones 2 – Der Tempel des Todes“:

Angkor Wat

Indiana Jones und der Tempel des Todes: Die ruhmreichen Helden kehren gemeinsam mit dem geborgenen Shankara-Stein und den geretteten Kindern in das Dorf zurück und werden dort fürstlich empfangen… Fin.

Was gibts Neues im Hause Hoglstaedara?

Freitag, 10. Oktober, 2008

Ein herzliches „Grüss Gott“ an alle, die hier trotz spartanischer Artikeldichte weiterhin ab und zu vorbeischauen, alle Google Suchmaschinen eingeschlossen.

Ja meine Freunde, es ist wieder einmal an der Zeit euch über die neuesten Entwicklungen im Hause Hoglstaedara aufzuklären.

Zunächst der Status Quo: Keine Veränderungen. Viel Arbeit, viele Autos, viele Roller, viel Teer und Beton, viele Asiaten und Asiatinnen, viele Mücken, wenig Sauerstoff, wenig Kühlung, wenig Natur, wenig Ruhe, keine Radwege.

Der Job läuft so dahin, ich unterrichte im Schnitt zwischen 40 und knapp 60 Stunden die Woche, verdiene einigermaßen gutes Geld, die Schüler mögen mich, die Kollegen größtenteils auch.

Im Fussball bin ich nach wie vor der einzige Falang weit und breit, ich hab immer noch nicht gelernt auf zwei Quadratzentimetern Platz samt Ball an einem Dutzend Thais vorbeizudribbeln, kann aber dafür immer noch am härtesten von allen schießen und wenn sich dann alle aus Angst wegducken, schieße ich auch Tore.

Auch mit Frau Lopez läufts soweit sehr gut, wir haben eine durchaus exquisite Wohnung (aber ich glaube, davon habe ich schon berichtet), gehen beide unseren Berufen nach und versuchen uns trotz aller Arbeit kleine Zeitinseln am Wochenende zu schaffen, die wir dann mit Nichtstun, Schlafen, Kino, Massagen, Essen, Trinken, kleinen Ausflügen, Schwimmen, Picknicks und !!!Meditationen!!! füllen. Letzteres wird allen, die mich kennen, seltsam vorkommen. Dazu deshalb mehr:

Also, gleich neben unserer Straße ist ein kleiner Park, oder besser: Eine Ansammlung von Bäumen und kleinen Rasenstücken, die von geteerten Gehwegen und stinkenden Grauwasserbrunnen unterbrochen wird, umrandet von Wolkenkratzern, Hochhäusern und Hauptverkehrsstraßen. So, in diesem „Park“ befindet sich die „International School Of Buddhism“ oder so ähnlich, ein relativ großes Gebäude mit einem Hörsaal, in dem am Wochenende, Sonntags um genauer zu sein, Vorlesungen zum Thema „Buddhismus und Meditation“ stattfinden. Meine liebe Freundin, die ja – manche von euch wissen das vielleicht noch – bislang selbsterklärte Atheistin war, interessiert sich nun neuerdings für dieses Zeug und hat mich deshalb schon zweimal in besagte Vorlesungen mitgeschleift. Meinereiner verbindet mit Meditation, Buddhismus und Spiritualität ja eher Pseudokiffer mit Batikshirts und indischen Wandteppichen, Räucherstäbchen und Tee aus hölzernen Eierbechern. Alles Sachen, die mir zutiefst zuwider waren und immer noch sind. So Menschen, die mit verfilzten Haaren rumlaufen und am liebsten alle Probleme in Stuhlkreisen in ihrer WG ausdiskutieren müssen. Schrecklich…

Nun, ich muss sagen, an diesem Bild hat sich weiterhin nichts geändert. Dennoch waren die Vorlesungen ganz interessant. Letztes Wochenende war ein Thaimönch da, der mit 14 nach Australien auswanderte, sich dort einer Gang anschloß, Geldeintreiber wurde und dann mit 30 aber die Notbremse zog, da er sonst wohl von der Mafia kaltgemacht worden wäre. Und was macht man als ehemaliger Ganove und schlechter Mensch wenn einen die Gangsterwelt nicht mehr mag? Richtig, man wird Mönch, bereist die Welt und erzählt allen Interessierten oder Mitgeschleiften wie man denn die Erleuchtung bekommt. Naja, irgendwie wars wirklich ganz interessant, auch wenn die Geschichte so oder ein bisschen anders schon hundertmal irgendwo erzählt wurde. Manche werden Sozialarbeiter, andere schreiben ein Buch, die nächsten werden Pfarrer oder Sextrainer, es soll auch welche geben, die sich einfach einen Job gesucht und eine Familie gegründet haben und niemanden davon erzählen. Aber von denen hört man ja nix. Trotzdem, diese Einführungsveranstaltungen zum Thema Buddhismus sind eine willkommene Abwechslung an einem Sonntagnachmittag und ich werde wieder hingehen. Bin gespannt, obs nächste Woche einen Ex-Hero-Junkie oder einen gefallenen Politiker gibt. Davon gäbs hier ja auch reichlich…

Zum Thema „nahe Zukunft“: So wie es gerade ausschaut, werden Leire und ich dann im Januar oder Februar nächsten Jahres die Zelte hier abbrechen und den Sprung aus der Betonwüste gen Abenteuer wagen. Wir werden wohl zunächst ein paar Wochen in Indonesien verbringen und dann vielleicht noch Australien und Mexiko ansteuern. Wie lange wissen wir nicht, aber die finanziellen Resourcen werden uns wohl nicht erlauben, länger als ein paar Monate zu reisen. Tja und dann gehts nach Regensburg oder Bilbao, das muss noch ausgeknobelt werden.

Aber wer uns kennt weiß, dass auch dieser Plan wohl keinen Bestand haben wird. Entweder wir verkrachen uns wieder oder ich brech mir das Bein oder wir werden Mönche oder gewinnen im Lotto oder bleiben doch noch länger. Letzteres ist allerdings eher unwahrscheinlich, denn ein Jahr Bangkok ist in meinen Augen mehr als genug.

Im November gehts ziemlich sicher für ein paar Tage nach Kambodscha oder Kamboja oder wie man das nennt, dort gibts nen ziemlich krassen Tempel den wir uns anschauen wollen.

Dieses Wochenende werde ich mit meinen Goethe Kollegen nach Pattaya auf eine Fortbildung fahren. Ich habe natürlich überhaupt keinen Bock und überlege schon den ganzen Tag ob ich denn meine Chefin anrufe und ihr sage, dass ich mir mit schlechtem Fisch den Magen verdorben habe. Das wäre für Bangkok eine durchaus realistische Ausrede… mal gucken.

So, wie immer, hoffe ich, dass es euch gut geht.

Mir gehts super soweit.

Tom

Lebenszeichen – Planänderung – Chaos geht weiter

Mittwoch, 20. August, 2008

Ja, er lebt noch.

Diverse Auf und Abs der letzten Monate haben mir leider nicht die Zeit und Internetverbindung gegeben, dieses virtuelle Notizbuch weiterzuführen. Ab Anfang September sollte dann aber langsam wieder alles in ruhigeren Bahnen verlaufen und ich damit auch wieder die Zeit finden, meine Blaerei hier wieder aufzunehmen.

So, bis dahin einige Infos und Verlautbarungen in Kurzform:

- In Bangkok wirds jeden Tag um sechs dunkel und es hat jeden Tag über 30 Grad und es gibt keine Jahreszeiten.

- In Bangkok wird nicht gefahren, man verprügelt sich gegenseitig fahrerisch.

- In Bangkok regnet es nicht sondern es dampfstrahlduscht von oben. Hier wird geregnet wie gefahren wird. Voellig übertrieben.

- In Bangkok ist der Koenig der Koenig. Das bedeutet er ist auch der Koenig der Straßen. Wenn er also mittags um 12 zum Mc Donalds moechte, werden alle Hauptverkehrsstraßen für ihn gesperrt, was zu einem Stau führt, der sich gefühlte zwei Tage nicht mehr aufloest. Eine Stadt steht im Stau weil der Koenig Bock auf nen Cheeseburger hat.

- Die O-Umlaut Taste meines neu erworbenen Notebooks funktioniert nicht.

- Es gibt Momente, da liebe ich diese Stadt und alle die hier wohnen. Es gibt Tage, da würd ich sie sofort in die Luft sprengen, hätte ich die Moeglichkeit dazu.

- Ich habe noch nie soviel über mich gelernt und bin mit Sicherheit noch nie so schnell physisch gealtert und gleichzeitig mental jünger geworden. Der Überlebenskampf schärft die Sinne ;-)

- Ich erachte diese Phase meines Lebens als die bisher … äh… keine Ahnung. Spannend ist es auf jeden Fall.

- Alle nicht beantworteten E-Mails werden ab Anfang September nach und nach beantwortet. Sorry.

- Stefan, das Skript kommt wohl auch erst Anfang September.

- Der SV Hagelstadt ist nicht abgestiegen, ich bin stolz auf euch Jungs.

- Ich komme nicht im September weil mich die Frauen vielleicht doch nicht am Allerwertesten küssen müssen…

- Ich finde mein Leben krass chaotisch und dadurch oft sehr lustig. Ich freue mich, diverse Anektoten daraus meinen Kindern zu erzählen. Sollte ich keine haben, werde ich einfach wahllos Menschen auf der Strasse oder im Bus ansprechen und ihnen Geschichten erzählen.

- Ich glaube, es wird gerade alles wieder gerade, will sagen: gut.

- Ich vermisse mein Rad, meine Familie, meine Freunde und Regensburg. In der Reihenfolge :)

Hoffe euch gehts gut.

Tom

RIP JC!

Zeit zu sagen Servus!

Freitag, 11. April, 2008

Jap, alles hat Ende nur die Wurst ist aller Anfang und hinten naus sind Gäns fett…

Meine ersten beiden selbstgeführten Kurse sind nach vier unterhaltsamen, anstrengenden und lustigen Wochen vorbei. Ob ich meinen Teilnehmern was beigebracht habe weiß ich nicht ;-) , Tatsache ist aber dass es beiden Seiten Spaß gemacht hat.

Wie es sich für anständige Asiaten gehört wurden zum Abschluß natürlich fleißig Fotos gemacht. Zwei davon möchte ich euch nicht vorenthalten.

Suchbild: Finden Sie den Blödschau-Farang!

 

Der andere Kurs fand nicht am Goethe sondern an einer Uni im Norden statt. Bis dorthin braucht man mit Taxi und Skytrain eine knappe Stunde. Soweit ausserhalb des Zentrums ist Bangkok für Farangs wie eine andere Welt. Kein einziges Schild ist lesbar, niemand versteht Englisch und es passiert nicht selten, dass man etwas seltsam von der Seite beäugt wird nach dem Motto: „Wie hat der sich bitte hierher verlaufen?“. Ich war sehr stolz auf mich, als ich am zweiten Tag in dieser für Nicht-Einheimische unwirtlichen Gegend das erste Mal einem Taxifahrer auf Thailändisch erklären konnte, dass ich zur Skytrain-Station will, dass ich Deutschlehrer bin und dass die Klimaanlage in seinem Taxi viel zu kalt ist. Das sieht dann so aus:

Savadikhap, tii sathani rotfay faa Mo Chit tit talaat Chatuchak khap?

Guten Tag, zur Skytrain Station Mo Chit beim Chatuchak Markt bitte?

Phom pen kruh pasaa german tii TGGS tää roongren phom iuu nay thanon silom khap.

Ich bin Deutschlehrer am TGGS aber mein Hotel ist in der Silom Straße.

Tinii naau mak mak!

Hier ist es scheisskalt!

Taurai khap?

Wieviel macht das?

Kopunkhap. Savadikhap.

Vielen Dank, auf Wiedersehen.

Jap, da hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass der Thai-Unterricht doch langsam Früchte trägt.  Thailändisch ist eine intonierende (sagt man das so?) Sprache. Das bedeutet jedes Wort kann auf fünf verschieden Weisen betont werden. Dadurch ergeben sich entweder Unterschiede in der Bedeutung oder man wird schlichtweg nicht verstanden. Darüber hinaus hat Thai nichts mit irgendeiner mir bereits bekannten Sprache gemein, das betrifft sowohl Vokabular als auch Grammatik. Neue Wörter lernen wird dadurch zur Tortur. Zunächst muss man sich ein völlig abstraktes Wort merken (also nicht wie zum Beispiel im Spanischen wo man sich jedes zweite Wort aus einer anderen romanischen Sprache herleiten kann), zum Beispiel „phonlamaay“ für „Früchte“. So, damit aber nicht genug. Hat man sich nun dieses bescheuerte Wort endlich in die Snypasen gehämmert, und draussen auf der Strasse freudestrahlend dem ersten Obstverkäufer „phonlamaay“ entgegenbrüllt, muss man feststellen, dass man nicht verstanden wird. Warum? Na es fehlt die Intonation. Die sieht nämlich so aus: phŏnlámáy. Also bei „phon“ einmal runter und wieder rauf mit der Stimme und bei „lamay“ noch zweimal rauf…

So ein Blödsinn, nicht wahr?

Naja, wirklich gut sprechen wird wohl nie klappen, es sei denn ich bleib hier mal kurz zwei, drei Jahre. Aber immerhin kann ich jetzt schon ein paar Sätze mit Taxifahrern und Fussballkollegen wechseln. Und das gefällt den Thais. Da sind die gleich freundlicher zu einem.

Ach ja, das Abschlußfoto zum Kurs an der TGGS-Uni (verziert von einer Teilnehmerin).

Suchbild: Suchen Sie den Dummschau-Farang!

Joah, soviel zu meinen ersten Erfahrungen als Deutschlehrer in Bangkok. Ich bin froh, dass alles so gut geklappt hat. Der Job ist echt in Ordnung, ich habe keine Probleme mit Visum oder Arbeitserlaubnis und die Kohle stimmt auch. Dank Sonkran (thailändisches Neujahr) habe ich bis zum 21. frei. Heute nacht nehmen Leire und ich den Nachtbus an die Südküste. Von dort gehts mit der Fähre weiter nach Kothao, einer kleinen aber feinen Insel auf der wir bis Dienstag in der Sonne liegen werden. Wassertemperatur: 25 bis 27 Grad. Farbe: blau bis türkis.

Läuft gut soweit.

bis denn

Meine Arbeit

Mittwoch, 2. April, 2008

So, Zeit für ein paar Neuigkeiten.

Sorry für meine längere Abwesenheit. Die hatte aber auch ihren Grund. Ich war einfach zu beschäftigt mit der Arbeit. Ja, man mag es ja kaum glauben, aber der Tom arbeitet und zwar wie ein Berserker. Nachdem ich in den ersten beiden Wochen 8 Stunden pro Tag unterrichtet habe, war es in der letzten Woche mit 4 Stunden am Tag schon ruhiger. Allerdings war ich an den Nachmittagen mit diversen Amtsgängen bezüglich Visum und Arbeitserlaubnis beschäftigt.

Nunja, wie auch immer, langsam wird es ruhiger, ich muss nicht mehr gar so viel vorbereiten und hatte sogar in den letzten Tagen abends mal wieder Zeit das runde Leder zu kicken.

Leider funzt der Bilderupload gerade nicht richtig, somit gibts vorerst nur ein paar Fotos von meiner Arbeitsstelle:

goethe-institut.jpg goethe-institut2.jpg goethe-institut3.jpg

Sieht ganz hübsch aus, oder?

Ich hätte noch tausend andere Fotos aber der Drecks-Bilderupload… Sobald das aber wieder funktioniert gibts kleine dicke Fussballer aus Sri Lanka, Wegweiser auf Klingonisch und Berge von Kurs-Gruppenfotos…

oder so ähnlich… 

Ansonsten gibt es nicht allzu viel Neues. Ich arbeite fleißig, verdiene zum ersten Mal in meinem Leben ausreichend Geld zum Leben, esse kiloweise Reis, schwitze wie ein dickbäuchiger Mann mit Bluthochdruck in der Sauna (die Temperaturen steigen derzeit von Woche zu Woche, mittlerweile gibts tagsüber so um die 35 Grad, nachts kühle 27…) und freue mich über jeden Tag.

Ja, ich muss wirklich zugeben, dass es mir sehr gut geht.

Hoffe, bei euch ist das nicht anders.

Die nächsten Tage werde ich versuchen, den Blog wieder auf Vordermann zu bringen und noch ein paar Stories zu schreiben. Sofern da von eurer Seite überhaupt noch Interesse besteht.

Grüße aus Bangcock.

Was auch immer das sein soll – ich bin das.

Montag, 3. März, 2008

Hab gerade einen Anruf aus Deutschland erhalten. Mein Papa hat heute meine Magister-Urkunde erhalten.

2,6

Naja, könnte besser sein. Aber im Abi hatte ich eine 2,8. Demnach habe ich meine Durchschnittlichkeit immerhin um 0,2 im Notensystem angehoben.

Wenn man das hochrechnet, müsste ich gerade mal noch schlappe 99 Jahre weiter studieren bis ich auf eine 1,0 käme.

Aber nein, hab die Faxen dicke in Sachen Schulbank drücken.

Ich freu mich jetzt einfach mal über meine Durchschnittlichkeit. Immerhin bin ich Magister, was auch immer das sein soll…

Bis denn.

Beruf: Lehrer

Montag, 18. Februar, 2008

Ich wollte nie Lehrer werden.

Ich wollte nie Lehrer 

Ich wollte nie

Ich wollte

Ich

Ich bin

Ich bin Lehrer.

Tja, was soll ich sagen? Leerprobe bestanden, ab 12. März meinen eigenen Kurs, bis dahin ab und zu Vertretung und vor allem noch ein wenig Urlaub machen.

Hoffe euch gehts auch gut :)

Goethe und die liebe Bildung

Dienstag, 12. Februar, 2008

Ja, es war der liebe Herr Goethe, der den Prototyp des Bildungsromans schuf.

Und ich bin es, der darunter leidet.

Mittlerweile hospitiere ich die zweite Woche (letzte Woche war nur eine halbe) am lieben Goethe-Institut und die Freude könnte nicht größer sein.

Alles voll mit deutschen Akademikern. Und die bringen hier Thailändern das liebe Deutsch bei. Ganz im Sinne Goethes wie ich finde, denn 99 Prozent der Schüler sind damit ähnlich überfordert wie seinerzeit meinereiner beim ersten Lesen des Wilhelm Meister mit jungfräulichen 20 Lenzen auf dem Buckel.

Zur Situation: Das Institut hatte bis vor kurzem noch große Probleme ausreichend Kursteilnehmer zu bekommen um seine kleine Lehrerschar am Leben zu halten (Welcher Thailänder lernt schon freiwillig Deutsch und warum?). Diese Situation hat sich mit Einführung des so genannten „Start Deutsch 1″-Tests im vergangenen Jahr schlagartig geändert. Denn jetzt müssen die vielen thailändischen Frauen mit deutschen Männern oder Freunden, die in Deutschland eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen möchten, vorher einen kleinen Sprachtest absolvieren.

Und plötzlich boomt das Institut, der Laden platzt aus allen (schlecht gemauerten) Fugen, die Klassenzimmertüren biegen sich nach außen vor lauter Schülern und schnell müssen neue Lehrer her. Tataaaa, und da war ich :)

Ich hospitiere also nun die zweite Woche (siehe oben) in einem dieser Kurse, die die Grundlagen zur erfolgreichen Absolvierung des „Start Deutsch 1″-Tests legen sollen. 17 Frauen, kein Mann (Scheinbar gibt es nur wenige deutsche Frauen, die sich ihre Männer aus Thailand rekrutieren. Wo bleibt da die Emanzipation? frage ich…).

Im Grunde genommen ist der Job ganz in Ordnung. Derzeit bin ich täglich 4 Stunden am Institut, zwei unterrichte ich zur Probe (unter der Aufsicht meines Lehrers), zwei schaue ich mir an. Meine lehrtechnischen Fähigkeiten scheinen sich in den letzten Tagen verbessert zu haben, denn mein Lehrer zeigt sich mehr und mehr zufrieden mit meinem Lehrstil.

Und langsam bekomme ich auch mehr Sicherheit. Wer mich kennt weiß, dass ich es nie mochte vor einer Gruppe stehend irgendwelche Vorträge zu halten. Dementsprechend WOLLTE ICH NIE LEHRER WERDEN. Jetzt scheint es aber (vorausgesetzt ich schaffe die anstehende Lehrprobe) doch so zu kommen und ich bin mittlerweile der Ansicht, dass mir das sogar zum Vorteil gereichen könnte. Wer Höhenangst hat, kuriert sich mit nem Fallschirmsprung (oder so ähnlich).
Wie gesagt, die Sicherheit wächst stetig und mittlerweile glaub ich sogar, dass ich über kurz oder lang Spass an meinem Job haben werde.

Und darauf freue ich mich.

Bis dahin liegen aber noch harte Tage vor mir. Zunächst steht die Lehrprobe an (vielleicht schon nächste Woche). Das wird mit Sicherheit kein Spaziergang beim Leistungsstand meiner Klasse. Dann bekomme ich meinen eigenen 4-Wochen Kurs, den es ordentlich zu führen gilt. Und dann den nächsten, den nächsten, den nächsten…

Und in ein paar Monaten habe ich dann hoffentlich genügend Routine um wieder etwas mehr zu leben und weniger zu arbeiten. Denn im Moment fühlt sich das alles etwa so an wie im Dezember 07 als ich meinen Magister machte.

So, und jetzt gehts in die Arbeit.

Hoffe, euch gehts allen gut soweit.  

Bis denn

Nelson says

Dienstag, 29. Januar, 2008

Ich wollte nie Lehrer werden.

Ich wollte nie Lehrer werden. 

Ich wollte nie Lehrer werden.

Ich wollte nie Lehrer werden.

Ich wollte nie Lehrer werden.

Jetzt hospitiere ich schon den zweiten Tag am Goethe-Institut als Deutschlehrer und wenn alles gut läuft (welch Ironie), bin ichs bald… 

Nelson says: haaaaaaaa, haaaaa!

Bis denn.