Archiv für die Kategorie ‘Thailand’

Update

Montag, 12. Januar, 2009

Ok, heute Kurzform ohne Umlaute und mit Rechtschreibfehlern.

- Silvester: Wodka Tonic, Feuerwerk am Chao Praya, komische Leute auf der Party, frueh im Bett, kaum Kopfweh.

- Abschied Bangkok: Keine Traenen aber ein kleines Schnief hie und da.

- Krabi: Sueden Thailands. Schoen. Viele „Rockclimber“. Koerperkult wie in Accapulco. Das letzte Leo Bier am Strand mit der Holden. Schoener Ausklang.

- Malaysia: Mit dem Bus ueber die Grenze. Dort naechtlicher Snack. Chicken Curry. Magen verdorben. Ankunft Kuala Lumpur, vier Uhr morgens. Sprint vom Bus zum McDonalds. Beim Reinlaufen schreien „Toilet toilet, where, QUICK!“ Explosionen der Darmperestraltik auf McDonalds Stehklo ohne Papier. 2 Tage Kuala Lumpur mit Fieber und kaputtem Magen. Naechtlicher Dieb im Dorm aber die Lopez war wach und schlug so laut an, dass der Typ die Beine in die Hand nahm und wir dadurch immer noch alle Sachen haben. Dem Kettenhund sei Dank! Abflug mit AirAsia nach Bali am 9. Januar.

- Bali: Saubillig. Billiger als Thailand. Kuta Beach. Sehr laut. Mallorca der Australier. Viele „Rock n Roll“ bruellende Betrunkene mit unansehnlichen Frauen im Arm. Der Strand stinkt nach totem Fisch. Aber egal. Hier kann man surfen lernen. Heute ersten zwei Stunden mit der Holden und Lehrer. Koennen beide jetzt stehen und verstehen einigermassen wie das funktionieren soll. Ab morgen wird ohne Lehrer geuebt. Wir haben noch 26 Tage Visum, die werden wir wohl nutzen. Das sind dann 26 Tage um das Surfen soweit zu bringen, dass wir uns anschliessend in Australien nicht komplett zum Honk machen. Soweit der Plan, die Praxis sieht bekanntlich immer anders aus.

Das wars. Hoffe euch gehts wie immer gut, falls nicht schreibt ne Email und ich troeste euch.

Tom

Ich bin dann mal wieder weg!

Freitag, 2. Januar, 2009

Die letzten Sachen werden weggepackt. In ein paar Stunden werden wir den Zug nach Krabi nehmen, dort kurz bissl ausspannen und dann am 5. oder 6. mit dem Bus über die Grenze nach Kuala Lumpur fahren. Der Flieger nach Bali ist dann von dort auf den 9. gebucht. Das ist der ganze Plan.

Die letzten Tage haben wir damit verbracht uns von Freunden und Bekannten zu verabschieden. Und irgendwie war das dann trauriger als ich erwartet hatte.

Hier meine „das werde ich vermissen“ – Liste:

1. Das Essen: immer frisch gekocht, 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche an jeder Strassenecke zu 60 Cent pro Teller.

2. Den Lebensstandard: Gute Wohnung, Putzfrau, Swimmingpool. Ins Restaurant gehen wenn man Bock hat. Mal nicht auf das Geld schauen müssen. Sachen kaufen, die man sich schon ewig gewünscht hat (ipod! Laptop!). Taxifahren soviel man will ohne auf den Taxameter zu schauen. Nie sich am Geldautomaten die Frage stellen müssen ob was rauskommmt oder der Dispo wieder ausgereizt ist. Und trotzdem knapp die Hälfte des Einkommens sparen können.

3. Kumpel: Ich werde alle aus der Silom Soi 20 vermissen, die ganzen Fussballer, deren Familien und das Essen dort. Jedesmal wenn ich in diese Straße gekommen bin, war das wie ein Stück Heimat. Leute winken einem zu, hier ein bisschen labern dort einen Teller Reis futtern, drüben die Haare schneiden lassen und abends zusammen sitzen und Bier trinken. Heng und seine Freunde haben mir ein paar Ecken von Bangkok gezeigt, die man als Falang wohl nur sehr selten zu Gesicht bekommt. Nicht selten war ich der einzige Nicht-Thai im Pub oder in der Disko. Auch das Fussballspielen hat hier soviel Spaß gemacht wie schon lange nicht mehr. Niemand der stresst, keiner der böse ist, keine Zuschauer die einen beschimpfen, einfach nur zusammen spielen.

Jap, aber natürlich gibt es auch zig Sachen, die ich auf keinen Fall vermissen werde, dazu gehören:

Der Lärm, der Gestank, die Luft, der Beton, der Teer, der Zement, die Myriaden von Menschen, die Luft, der Gestank, der Beton, der Teer, der Gestank, die Luft, etc…

Mehr kann ich noch nicht über dieses Jahr sagen. Muss das erstmal setzen lassen.

Das war dann auch der letze Eintrag vom heimischen Laptop aus. Den schick ich nämlich heute per Post nach Europa. Ich werde in den nächsten Monaten nur wenig online sein, das bedeutet Emails können etwas dauern. Seht mir das bitte nach.

Die nächsten Infos gibts dann aus Kuala Lumpur oder Bali.

Ein gutes neues Jahr!

Bis bald.

Tom

Laos – Weihnachten – Reisepläne

Sonntag, 28. Dezember, 2008

1. Laos

Vor Weihnachten gings nach Laos, genauer gesagt nach Vientiane. Im Nachtzug von Bangkok an die Grenze habe ich mich gleich mal ordentlich erkältet, aber egal. Über die Grenze gings mit Tuktuk und zu Fuß. Am Grenzübergang selbst hieß es dann erstmal Schlange stehen zusammen mit ein paar „normalen“ Touristen und jeder Menge abgefuckter perverser alter Säcke, die ihr Visum für Thailand erneuern ließen. Vor mir waren zwei Italiener und ein Franzose, die sich auf dem Handy gegenseitig die Fotos von ihren Thailadys zeigten und sich dazu noch über die jeweiligen Leistungsfähigkeiten im Bett austauschten… Am liebsten hätte ich denen alle eins in die Fresse gehauen.

Von der Grenze gings dann mitm Taxi nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Uns blieben ja nur viereinhalb Tage Zeit, somit war klar, dass wir nicht weiterreisen würden. Naja, viel gibts nicht zu erzählen. Lustig ist, dass die Franzosen hier lange am Start waren und ganz schön Spuren hinterlassen haben. So gibts eine Kopie der Champs-Élysées (ein bisschen kleiner wohlgemerkt) mit einem Arsch dö Triompf im Laotischen Stil am Ende. Ausserdem gibts hier das wohl beste Baguette in ganz Südostasien zu kaufen. Vive la france, kulianrisch war das echt ein schöner Urlaub. Einen Tag gings dann noch mittels Motoroller aufs Land, ein bisschen raus aus der Stadt. Das wars. Entspannend und lustig, nicht zu stressig.

2. Weihnachten

Ja mei, Weihnachtsstimmung in Bangkok ist halt nicht. Da kann man Weihnachtsbäume im Haus aufstellen soviele man will (wir haben einen aus Plastik). Das wird nix. Man läuft in kurzen Hosen rum, schwitzt und kalt kommts nur ausm Kühlschrank. Trotzdem wars ein schöner Abend. Wir waren bei einer Mexikanerin und ihrer Mutter zum Abendessen eingeladen und das war echt angenehm. Berge von Essen, ein sehr witziges Gesellschaftsspiel und sogar das Heinecken ist eiskalt aus der Dose genießbar durfte ich feststellen. Somit gelungener Abend. Die Nike-Jogging-Kappe, die mir von den beiden geschenkt wurde, werde ich aber nie tragen. Sorry.

Beschenkt haben Leire und ich uns dann mit einem Besuch beim Schneider. Ein Kleid für die Dame und einen original Blues-Brothers-Anzug nach Maß für mich. Ich kanns kaum erwarten den bald mal einzusetzen, komme mir damit vor wie eine Mischung aus Mr Blonde und Jake. Hammer.

3. Reisepläne

Ich wurde jetzt schon ein paar Mal nach den Reiseplänen gefragt, deshalb hier noch kurz der Plan (besser: die Vision):

- Silvester in Bangkok. Wir sind bei einem ehemaligen Schüler meinerseits eingeladen, einem Australier und der schmeißt gute Partys (Silvi, du kannst dich sicher noch an Patrick erinnern, schöne Grüße übrigens!).

- Am 1. oder 2. Januar – je nach Kopfweh – gehts dann in den Südzipfel von Thailand, Krabi. Dort werden wir zwei, drei Tage bleiben und dann spätestens am 6. Januar den Bus nach Kuala Lumpur, Malaysia nehmen. Dort nur ganz, ganz, ganz kurz die Stadt anschauen (scheint nicht so der Hammer zu sein), also einmal Petronas-Towers rauf und runter und danach gehts in den Flieger nach Bali.

- So, in Bali wird „Projekt Surfen lernen“ gestartet. Wenn uns das gefällt, bleiben wir länger, wenn nicht gehts bald weiter.

- Und dann die große Frage: Australien oder gleich nach Mexiko? Das wird der Geldbeutel entscheiden. Vielleicht gehts auch heim, was weiss denn ich, bin ja kein Hellseher. Den Roland werden wir daber defintiv in Mechiko besuchen.

Soweit so gut, hab euch alle lieb, hoffe euch gehts gut, uns gehts blendend.

Bis bald.

Tom

Hier noch Fotos:

Weihnachtsstimmung…

Mittwoch, 24. Dezember, 2008

Heute
Klar

31° | 22°
Nuja…
Frohes Fest!

Freiheit!

Donnerstag, 18. Dezember, 2008

So, gerade Arbeiten aufgehört. Hat gar nicht weh getan :) !

Heute Nacht mit dem Nachtzug nach Laos. Morgen gegen 8 an der Grenze. Zurück in Bangkok am 24.!

Got a pocket full o money, you by my side and two tickets to freedom! Hit it!

Hoffe euch gehts gut!

Servus!

Hoglstaedara zur Freiheit

Dienstag, 9. Dezember, 2008

Jap, lange dauerts nicht mehr. Dann gehts raus aus der Betonwüste. Geschuftet wird nur noch bis nächste Woche Donnerstag. Da morgen ein Feiertag ist, also gerade mal noch 6 Arbeitstage. Hah! Ein Klacks!

Was ist so passiert seit dem letzten Eintrag?

1. Kurztrip nach Kambodscha (4 Tage)

Grund: Angkor Wat anschauen

Zusammenfassung:

- circa 10 Stunden Busfahrt von Bangkok nach Zielort (Siem Reap), davon die letzen 8 über eine Sandbuckelpiste in einem nicht klimatisierten „Bus“ mit Sitzen, die jedem Zwerghasen Platzprobleme bereiten dürften. Aber lustig, weil vor mir durch Zufall ein 120 Kilo Argentinier sich die Bank mit einer 140 Kilo Deutschen teilen musste (Der Argentinier quoll rechts aus dem Fenster raus, während die Deutsche mit dem halben Körper im Gang saß, hahahaha). Außerdem: drei Franzosen (2 Frauen über 40 und ein Mann über 50), komplett besoffen. Mehrmals durfte ich den faltigen Riesenarsch der einen Französin bewundern, als wieder einmal angehalten werden musste, damit sie neben den Bus pinkeln (eigentlich eher pissen, oder schiffen, oder Elchblase entleeren) konnte.

- Angkor Wat: Ja, ist schön. Ich mag Sightseeing ja eigentlich nicht. Aber ich mag Indiana Jones. Dementsprechend bin ich da mal über meinen Schatten gesprungen und habe mir das Ding angeschaut. Und siehe da: Mit ein wenig Fantasie und Bier fühlte man sich wirklich wie in Indiana Jones 2 („Der Tempel des Todes“). Eine Internetrecherche NACH meinem Besuch ergab dann sogar, dass in Angkor Wat wirklich Teile von Indy 2 (und auch Tomb Raider btw) gedreht wurden, mein ständiges Pfeifen der Titelmelodie vor Ort also damit seine Berechtigung hatte. Nur spielt der Film eigentlich in Indien, aber egal. War wirklich beeindruckend.

2. Unterricht am Goethe-Institut (all the fucking time man…)

Grund: Reisekasse aufbessern

Zusammenfassung:

Da hat sich seit meinem letzten Bericht nicht wirklich was geändert. Die deutsche Sprache ändert sich ja auch nicht. Dementsprechend ändert sich mein Unterricht auch kaum. Ich ertappe mich allerdings mehr und mehr dabei, kleine subtile Witze in meine Erklärungen einzubauen, über die dann nur ich (innerlich) lachen kann. Makes my day most of the times… Manchmal entfleucht mir aber doch ein lautes Lachen, zum Beispiel neulich, als ich den Auftrag gab, ein Hamburger-Rezept aufzuschreiben und eine Schülerin b und d verwechselte: „Zuerst lege ich die Tomatenscheide und die Gurkenscheide auf das Brot.[...] Zum Schluß kommen die Zwiebelscheiden… hahahaha. Naja, Situationskomik.

3. Bangkok (ein Jahr bald)

Grund: Die Wege des Herrn…

Zusammenfassung:

…ööhh, ääääh, hmmm…

Bangkok ist wie ein hässlicher, stinkender Lebensabschnittspartner. Er/Sie tut alles für dich, weil er/sie weiß, dass er/sie hässlich ist und stinkt.

Liebe und Hass, Hass und Liebe. Ich werde die Stadt (nicht) vermissen. Keine Ahnung. Gelehrt hat mich die Zeit sicherlich vieles. Aber was, das muss ich wohl noch rausfinden. Unterhaltsam wars auf jeden Fall. Und sehr sehr heiß. Und stickig. Und staubig. Und versmoggt. Aber auch freundlich, und entgegenkommend und hilfsbereit und lustig und verrückt und interessant und echt abgedreht und krank und spaßig und langweilig und aufregend und was weiß ich… Emotionen gabs auf jeden Fall genug, sowohl positive als auch negative.

So, genug der Schwallerei.

Hab euch alle lieb. Fröhlicher Advent und so.

Hoffe euch gehts gut.

T

Hier noch ein Screenshot aus „Indiana Jones 2 – Der Tempel des Todes“:

Angkor Wat

Indiana Jones und der Tempel des Todes: Die ruhmreichen Helden kehren gemeinsam mit dem geborgenen Shankara-Stein und den geretteten Kindern in das Dorf zurück und werden dort fürstlich empfangen… Fin.

Der Winter kommt!

Montag, 24. November, 2008

Ja liebe Leser,

der Winter kommt, auch nach Bangkok! Weihnachten steht vor der Tür, Väterchen Frost lässt nicht mehr lange auf sich warten…

29°C
Aktuell:Meistens bewölkt
Wind: NO mit Windgeschwindigkeiten von 14 km/h
Feuchtigkeit: 58%
Heute
Bewölkt
33° | 24°
Di.
Teils sonnig
31° | 25°
Mi.
Meist sonnig
28° | 22°
Do.
Meist sonnig
29° | 23°

Das wird ein seltsamer Advent…

Bis denn

Tom

Gedanken in Uniform

Sonntag, 9. November, 2008

Viele Polizisten, Sicherheitsleute, Parkwächter oder sonstige Menschen in Uniformen in Bangkok lieben das Winken. Am liebsten im Feierabendverkehr, dann wenn man Stoßstange an Stoßstange fährt.

Immer wieder sieht man zu diesen Stoßzeiten am Straßenrand Uniformierte stehen, die die Verkehrsteilnehmer durch Winken wohl dazu animieren wollen, schneller und näher am Vordermann zu fahren. Das Paradoxe daran ist nur, dass das eh schon jeder macht. Da passt keine Hand mehr zwischen die Karossen. Thais fahren ohne Sicherheitsabstand, mit oder ohne Stau, das ist vollkommen egal. Selbst wenn nur zwei Autos hintereinander auf einer komplett leeren Straße fahren würden, würde der, der hinten fährt, dem anderen fast den Arsch wegfahren. Das gehört hier zur Straßenknigge.

Warum also das Winken? frage ich mich. Wieso stellen sich Parkwächter zusammen mit anderen Uniformierten auf die Straße und winken der vorbeifahrenden Autolawine zu. Geht ihnen da einer ab bei? „Ich habe eine Uniform und ich kann machen, dass der Verkehr rollt!“ Ähnlich, wie man zu einem sitzenden Hund „Sitz!“ sagen und sich dabei wahnsinnig mächtig vorkommen würde.

Manchmal stelle ich mir vor, dass mal einer der Jungs im Feierabendverkehr plötzlich mit dem Winken aufhört und dass dann alle sofort stehenbleiben: „Ey, der winkt nicht mehr, ich fahr nicht weiter!“. – Huuuuup, Huuuup: „Ey, fahr weiter du Penner!“ – „Geht nicht, der Typ in der Uniform winkt nicht mehr!“ – „Ah ok, sorry!“

Ein anderer Gedanke, der mir im Feierabendverkehr oft durch den Kopf geht: „Wie würde sich ein bayerischer Verkehrspolizist (gerne einer von denen, die in Regensburg mit Sonnenbrille und Ellenbogen aus dem Fenster, Sonntags ihren grün-weißen 5er alle 20 Minuten im Schrittempo über den Haidplatz schieben und das Arbeiten nennen…) wohl verhalten, würde er von einer Minute auf die andere in Bangkok zur Hauptverkehrszeit eine der großen Kreuzungen mit Trillerpfeife und Handzeichen regeln müssen…“ Der würde nach 20 Minuten mit starrem Blick, den Daumen im Mund und in Embryo-Stellung auf dem Boden kauern, langsam vor und zurück wippen und leise „Mama, I wui hoam!“ wimmern…

End of story.

Impressionen

Montag, 20. Oktober, 2008

Hoffe, euch gehts gut.

Tom

Fussball – Teil 1

Donnerstag, 16. Oktober, 2008

Wie in nahezu jedem Artikel bereits mehrfach besprochen, spiele ich hier auch Fussball und Futsal. Letzteres ist wie Hallenfussball nur mit einem kleineren und härteren Ball, der kaum springt. Heute möchte ich von den Anfängen berichten.

Angefangen hat alles im Januar oder Februar dieses Jahres als ich entdeckte, dass in einer kleinen Seitenstraße neben meinem Hotel eine „Futsal-Anlage“ liegt, sprich: Eine relative ebenerdige Betonfläche mit aufgemalten Linien und zwei Toren. Der liebe Heng war es, den ich an selbigem Tag kennen lernte und der mich auch gleich einlud, mitzukicken. Ich hatte ja vorausschauenderweise sowohl Hallenschuhe als auch Fussballschuhe aus der Heimat mitgebracht und konnte somit bestens ausgerüstet eines sonnigen Mittags bei 35 Grad meine ersten Erfahrungen in Sachen Futsal machen. Gespielt wurde und wird immer Thais gegen Inder. Ich hab beim ersten Mal zufällig bei den Indern mitgespielt und bin seitdem auf besagter Futsal-Anlage ein Inder.

Galam: MY FRIEND! HERE! LENLENLENLENLENLEN!

An diesem ersten Tag durfte ich dann auch gleich die Sri Lanka-Fischverkäufer-Connection kennen lernen: Galam und Asok. Galam ist ein dicker Inder aus Sri Lanka und kauft jeden Tag ab vier Uhr, wenn die Fischerkähne nach Bangkok raufkommen in großen Mengen Fisch, der dann getrocknet nach Sri Lanka verschifft wird. Der macht so richtig Kohle, lebt aber seit über 12 Jahren in einer 12qm Bude und leistet sich auch sonst keinen Luxus. Außer diverse Flaschen Bier am Abend. Durch Galam habe ich damals gleich gelernt was „Spiel ab!“ auf Thai heißt: Len! Das brüllt der nämlich ständig, der kleine dicke Inder. Und auch sonst markiert er gerne den Chef auf dem Platz obwohl er miserabelst spielt. Aber er bezahlt die Platzmiete und deshalb beschwert sich keiner. Gut, die Thais würden sich sowieso nicht beschweren, die grinsen nur und denken sich ihren Teil. Sein Compagnon heißt Asok. Ein weitaus angenehmerer Zeitgenosse als Galam und

Asok

Asok: "We buy se fish!"

ein bei weitem besser Fussballer. Ganz am Anfang, als ich noch gar nix über die beiden wusste, fragte ich mal Asok: „Sag mal Asok, was machst Du eigentlich beruflich?“ Worauf dieser in mafiösestem Englisch (man erinnere sich an Dr. Doolittle und den Biber oder der Pate…) antwortete: “ We buy se Fish“ – Situationskomik vom Feinsten. Der goldene Anhänger um seinen Hals ist übrigens – wie sollte es anders sein – ein Fisch. Und massiv.

Seit nunmehr 3 Monaten wird an besagter Stelle nicht mehr gespielt, was vor allem daran liegt, dass Galam für die Thais auf Dauer einfach zu stressig war, mit seinem ewigen Genöle, Rumgeschreie und Chefseinwollen. Irgendwann ist dann einfach keiner mehr gekommen und der Schreihals stand alleine auf dem Platz. Ich finds schade, denn in Sachen Culture Clash war das immer sehr interessant, wenn die Thais es mit den Indern aufnahmen und ich mittendrin. Denn da gibt es durchaus nationalistische Tendenzen. Nur allzu gerne betonen die Thais, dass die Inder nicht gut riechen und nur zu gerne foulen die Inder die „Schönspieler“-Thais, die ja meinen sie wären was besseres… Naja, mal sehen, angeblich soll demnächst mal wieder dort gespielt werden. Ich bin dann auf jeden Fall dabei. Kanns kaum erwarten die lustigen Inder wieder zu sehen.

In memory of these good old times hier noch zwei Bilder, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Kettenraucher, knapp 80 und überall tätowiert.

Der Besitzer: Kettenraucher, knapp 80 und überall tätowiert.

Ersatzbank

Ersatzbank der Inder: echt witzige Zeitgenossen

Ja, wie gesagt, das waren lustige Nachmittage. Die Hitze war die ersten Male noch fast unerträglich, 2 Liter Wasser pro Stunde Standard. Gespielt wurde im Schnitt so knapp 2 Stunden. Danach bin ich auch immer vollstens bedient. Biologisch interessant fand und finde ich, dass – obwohl ich um die 2 bis 3 Liter – während des Spiels trinke, nie zum pinkeln muss. Meistens auch bis zu einer Stunde nach dem Spiel nicht. Mir kommts manchmal so vor, als würde sich das Wasser gar nicht mehr die Mühe machen, den Umweg über Niere und Blase zu nehmen, sondern gleich direkt über die Poren wieder rauskommen…

Jap, so fing alles an. Über diese ersten Kontakte habe ich dann langsam die Thais kennen gelernt, mit denen ich jetzt spiele. Aber dazu mehr im zweiten Teil.

Bis denn

Tom